Michael Kauch, MdB und Hans-Ulrich Schneider diskutieren über die Energiewende

Hilden. Wie kann die Energiewende gelingen? Zu diesem Thema diskutierten am vergangenen Dienstag der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch und der Geschäftsführer der Stadtwerke Hilden GmbH, Hans-Ullrich Schneider in Hilden. Eingeladen hatte der FDP-Kreisverband Mettmann, sowie der FDP-Ortsverband Hilden. Schneider, der den Gästen einen Überblick über den aktuellen Stand der Energiewende mit ihren Problemen und Zukunftsperspektiven gab, zeigte sich zuversichtlich, dass die Energiewende langfristig zu einem deutschen Erfolgsprojekt wird. „Die jetzige Generation leidet an hohen Energiepreisen, da die Umstellung auf die Versorgung aus erneuerbaren Energien sehr teuer ist. Für zukünftige Generationen wird es hingegen Energie zum Nulltarif geben“, so Schneider. Der Stadtwerke-Geschäftsführer konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Rolle von kommunalen Energieversorgern innerhalb der Energiewende. Kauch hingegen kritisierte SPD und Grüne, die seinerzeit durch die EEG-Umlage die Ursache für hohe Strompreise geschaffen haben. „SPD und Grüne haben ein Fördersystem für erneuerbare Energien geschaffen, das durch unverhältnismäßig hohe Subventionen den Strompreis immer weiter in die Höhe treibt. Sie machen schon 20 Prozent des Strompreises aus“, so der FDP-Politiker. Er will das EEG nach der Bundestagswahl reformieren: „Wir wollen u.a. eine Direktvermarktung einführen, d.h. dass der Erzeuger den Strom aus erneuerbaren Energien direkt an den Kunden verkauft. Denn so muss sich der Produzent vorab überlegen, wann und wo seine Kunden den Strom brauchen, um rentabel wirtschaften zu können“, sagt Michael Kauch. Auch der FDP-Bundestagskandidat für den Südkreis, Moritz Körner, der die Veranstaltung moderierte fordert eine Reform des EEG: „Wir brauchen eine verbraucherfreundliche Energieversorgung. Bei hohen Strompreisen sinkt die Akzeptanz für die Energiewende in der Bevölkerung, außerdem wird der Industriestandort Deutschland gefährdet“, so Körner.